Ein Wohnzimmer richten Sie am besten in einer klaren Reihenfolge ein: zuerst die Funktion klären, dann die großen Möbel sinnvoll im Raum platzieren und erst zum Schluss mit Farben, Textilien und Licht die Atmosphäre setzen. Wer so vorgeht, trifft die teuren Entscheidungen zuerst und die schönen zuletzt. Am Ende passt beides zusammen.
Das Wohnzimmer ist der Raum, in dem sich das Leben sammelt. Hier wird gelesen, ferngesehen, geredet und am Wochenende auch einmal nichts getan. Genau deshalb tragen unsere Konzepte für diesen Raum den Titel Raum fürs Leben. Damit er jeden Tag funktioniert und nicht nur auf dem Foto schön aussieht, lohnt sich ein klarer Plan, bevor das erste Möbelstück bestellt wird.
In Wien kommt eine Besonderheit dazu. Eine Altbauwohnung mit hohen Räumen und Flügeltüren stellt andere Fragen als ein offener Neubaugrundriss, in dem Wohnen, Essen und Kochen ineinander übergehen. Beides lässt sich gut einrichten, will aber unterschiedlich gedacht werden. Wie wir ein Wohnzimmer von Grund auf planen, lesen Sie auf unserer Seite zur Wohnzimmer-Gestaltung.
Womit fängt man beim Einrichten an?
Am Anfang steht nicht das Sofa, sondern die Frage, wie der Raum genutzt werden soll. Wird hauptsächlich ferngesehen, gelesen oder mit Gästen gesessen? Soll ein Teil davon zum Arbeiten dienen? Aus den Antworten ergibt sich der Mittelpunkt der Einrichtung, um den herum alles andere seinen Platz findet. Das ist meist die Sitzgruppe, ausgerichtet auf einen klaren Fokus: das Fenster mit Blick, den Kamin oder den Fernseher.
Erst danach folgt der Grundriss. Wir denken einen Raum in Zonen: einen Bereich zum Sitzen, einen zum Essen, vielleicht eine ruhige Leseecke. Gerade in offenen Neubauwohnungen sorgt diese gedankliche Gliederung für Ordnung, lange bevor das erste Möbelstück steht. Wichtig ist dabei von Anfang an, die Wege durch den Raum mitzudenken, damit Sie später nicht um Möbel herumgehen müssen.
Wie ordne ich die Möbel im Raum an?
Die Möbel ordnen Sie nach ein paar bewährten Richtwerten an, die einen Raum ruhig und begehbar halten. Diese Maße sind keine starren Vorschriften, sie geben aber eine verlässliche Orientierung:
- Abstand Sofa zu Couchtisch: 45 bis 60 cm. Nah genug, um Glas oder Buch bequem zu erreichen, weit genug, um ungehindert vorbeizukommen.
- Laufwege frei halten. Für Hauptwege durch den Raum rechnen wir 80 bis 100 cm, für Nebenwege 60 bis 80 cm. Wo es enger wird, wirkt der Raum schnell unruhig.
- Teppich richtig wählen. Als Faustregel sollte mindestens ein Drittel des Sofas, also zumindest die vorderen Füße, auf dem Teppich stehen. Ein Teppich darf ruhig länger sein als das Sofa, denn so fasst er Sitzgruppe und Couchtisch optisch zu einer Einheit zusammen.
- Fernseher mit Abstand. Bei einem heutigen 4K-Fernseher reicht als Sitzabstand etwa das Anderthalbfache der Bildschirmdiagonale. Bei 55 Zoll sind das rund 2,1 m, bei 65 Zoll etwa 2,5 m.
Mit diesen Werten klären sich die meisten Fragen zur Anordnung schon im Kopf, bevor ein schweres Möbel gerückt wird. Den Rest entscheidet der Raum selbst. Genau dafür planen wir bei größeren Projekten vorab in 2D und auf Wunsch in einer 3D-Visualisierung.
Welche Wohntrends prägen 2026?
Für 2026 zeichnet sich eine wärmere, ruhigere Richtung ab. Nach Jahren des kühlen Greige rückt Braun stärker in den Vordergrund und tritt zunehmend an die Stelle des allgegenwärtigen Beige, weil es Tiefe und Wärme in den Raum bringt. Dazu kommen Akzente in Olivgrün und Pflaume für Eleganz sowie Senf- und Honiggelb, die einen Raum aufhellen.
Bei den Formen bleibt es weich. Abgerundete Sofas, organische Linien und ausladende Sessel stehen für Komfort statt minimalistischer Strenge. Getragen wird das von natürlichen Materialien, die man spüren kann: warmes Holz, Samt, strukturierte Stoffe wie Bouclé und Leinen. Im Trend liegen außerdem modulare Wohnlandschaften, die sich an den Grundriss anpassen und flexibles Wohnen erlauben, etwa von Herstellern wie WENDELBO oder TWILS. Eine größere Auswahl an Designer-Sofas und modularen Wohnlandschaften zeigen wir in unserem Showroom.
Ein Wort zur Einordnung: Trends sind eine Orientierung, kein Auftrag. Ein gut eingerichtetes Wohnzimmer richtet sich nach den Menschen, die darin leben, nicht nach der Saison. Wir greifen aktuelle Strömungen daher gezielt dort auf, wo sie zu Ihnen passen.
Wie schaffe ich eine Wohlfühlatmosphäre?
Atmosphäre entsteht vor allem über Licht und Textilien, weniger über ein einzelnes teures Möbelstück. Beim Licht arbeiten wir mit drei Ebenen, die sich getrennt schalten und am besten dimmen lassen:
- Grundlicht für die gleichmäßige Basishelligkeit im Raum.
- Zonenlicht, gerichtet und funktional, etwa die Leseleuchte neben dem Sofa.
- Stimmungslicht aus Tisch- und Sideboard-Leuchten oder indirektem Licht hinter den Möbeln, das am Abend für Ruhe sorgt.
Textilien sind der zweite Hebel. Vorhänge, Teppich, Polster und Kissen bringen nicht nur Wärme und Farbe in den Raum, sie schlucken auch Schall und machen gerade offene Wohnräume hörbar ruhiger. Und schließlich hilft eine bewusste Zonierung: Ein Teppich, eine Leuchteninsel oder eine durchdachte Möbelgruppe trennen den Ess- vom Wohnbereich, ganz ohne Wand.
Wie hilft ein Einrichtungsstudio mit Interior Design dabei?
Vieles davon lässt sich selbst umsetzen. Sobald ein Raum aber schwierig geschnitten ist, ein offener Grundriss zoniert werden soll oder das ganze Zuhause aus einer Hand kommen darf, lohnt sich Begleitung. Wir hören erst einmal gründlich zu und entwickeln aus Ihren Wünschen ein stimmiges Konzept aus Grundriss, Farben, Materialien und Möbeln. Am Ende koordinieren wir alle Gewerke bis zur fertigen Einrichtung.
Wie ein solcher Weg abläuft, beschreiben wir in unseren Einrichtungskonzepten. Sie sind Teil unseres Interior Designs aus einer Hand. Den größten Unterschied macht dabei oft nicht der einzelne Einfall, sondern dass am Ende alle Entscheidungen zusammenpassen.
Häufige Fragen
Welcher Abstand zwischen Sofa und Couchtisch ist richtig?
Als Faustregel gelten 45 bis 60 cm zwischen Sofakante und Tischkante. So erreichen Sie den Tisch bequem im Sitzen und kommen trotzdem ungehindert daran vorbei. Bei einem sehr kleinen Wohnzimmer darf der Abstand etwas geringer sein, eng werden sollte es aber nie.
Wie groß sollte der Teppich im Wohnzimmer sein?
Mindestens die vorderen Füße des Sofas, idealerweise rund ein Drittel der Sitzfläche, sollten auf dem Teppich stehen. Ein Teppich darf gern länger sein als das Sofa, weil er Sitzgruppe und Couchtisch so zu einer Einheit zusammenfasst. Ein zu kleiner Teppich lässt den Raum dagegen unfertig wirken.
Welche Farben sind 2026 im Wohnzimmer angesagt?
Für 2026 zeichnen sich warme Erd- und Naturtöne ab, Braun tritt an die Stelle von Beige. Als Akzente bieten sich Olivgrün, Pflaume sowie Senf- und Honiggelb an. Wichtiger als jeder Trend bleibt aber, dass die Farben zu Ihrem Raum, zum Lichteinfall und zu Ihnen passen.
Wie richte ich ein kleines Wohnzimmer ein?
In kleinen Räumen helfen ein heller Grundton, wenige, dafür passend dimensionierte Möbel und niedrige, schlanke Stücke, die den Blick freilassen. Multifunktionale Möbel wie ein Sofa mit Stauraum schaffen zusätzlich Platz. Welche Lösung in Ihrem Grundriss am meisten herausholt, sehen wir gern gemeinsam vor Ort.
Ein Wohnzimmer ist eine Entscheidung für viele Jahre. Damit Layout, Farben und Licht am Ende zusammenspielen, lohnt sich ein gemeinsamer Blick, bevor Sie sich festlegen. In unserem Showroom in der Marxergasse im dritten Wiener Gemeindebezirk sehen, fühlen und vergleichen Sie Stoffe, Farben und Möbel auf 210 m² an einem Ort.
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserem Showroom und bringen Sie Ihren Grundriss, ein paar Fotos oder einfach nur Ihre Idee mit. Wir hören zu, bevor wir planen, und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Raum, in dem Sie sich wiederfinden. Wir freuen uns auf Sie!
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