Ein Schlafzimmer braucht mehrere Lichtquellen, die Sie einzeln schalten können: ein Grundlicht zum Aufräumen und Anziehen, ein eigenes Leselicht auf jeder Seite des Bettes, gedämpftes Licht für den Abend und Licht am Kleiderschrank.
Wo welche Leuchte hingehört und wo Sie die Schalter brauchen, hängt davon ab, was Sie im Schlafzimmer außer Schlafen tun: ob Sie im Bett lesen, während die Person neben Ihnen schon schläft, und ob Sie nachts aufstehen.
Licht, Vorhänge und Teppich planen wir bei einer Schlafzimmer-Planung gleich mit. Welche Leuchten wir führen, zeigt die Seite Lampendesign und Lichtplanung.
Welche Deckenleuchte passt ins Schlafzimmer?
Ins Schlafzimmer passt eine dimmbare Deckenleuchte, bei der das Leuchtmittel abgedeckt ist. Üblicherweise hängt sie in der Mitte des Raumes und gibt das Grundlicht. Die Deckenleuchte sollte so hell sein, dass Sie das Bett frisch beziehen oder einen Koffer packen können. Gedimmt passt dieselbe Leuchte dann auch am Abend.
Bedenken Sie, dass Sie diese Leuchte oft im Liegen sehen. Bei einem offenen Leuchtmittel schauen Sie vom Bett aus direkt hinein.
Für ein modernes Schlafzimmer kommen auch Einbaustrahler oder ein Seil- oder Schienensystem in Frage. Ein solches System führt das Licht vom Auslass in der Deckenmitte bis zum Kasten, sogar um Ecken. Einbaustrahler brauchen Löcher in der Decke. In einer Mietwohnung fragen Sie deshalb vorher Ihre Vermieterin oder Ihren Vermieter.
In einem sehr hohen Schlafzimmer im Wiener Altbau richten Sie das Grundlicht auf die Wände. Das nimmt der Decke optisch Höhe, und der Raum öffnet sich zur Seite.
Eine niedrige Decke, etwa im Dachgeschoß, streichen Sie heller als die Wände. Dann wirkt der Raum höher, und ein Deckenfluter, der indirekt gegen die Decke strahlt, verstärkt das noch. Zu der leichten, luftigen Farbgestaltung, auf die wir im Schlafbereich seit vielen Jahren setzen, passt eine helle Decke ohnehin.
Worauf achten Sie bei der Leselampe am Bett?
Jede Seite des Bettes bekommt ihre eigene Leselampe, auf dem Nachtkästchen oder als Wandleuchte neben oder über dem Bett. Achten Sie beim Aussuchen auf fünf Dinge:
- Ein beweglicher Kopf. Mit einem Reflektor, den Sie drehen und schwenken können, oder mit einem beweglichen Arm lenken Sie das Licht auf das Buch. Dabei darf die Lampe weder Sie noch die Person neben Ihnen blenden.
- Getrennt schalten und dimmen. Schläft einer von Ihnen früher ein, liest der andere mit gedimmtem Licht weiter und stört dabei weniger.
- Der Schalter in Reichweite. Den Schalter sollten Sie im Liegen erreichen, ohne sich aufzusetzen.
- Licht auch für den E-Reader. Wer mit dem E-Reader liest, braucht ebenfalls eine Leselampe. Ohne zusätzliches Licht strengen sich die Augen zu sehr an, weil sie große Helligkeitsunterschiede ausgleichen müssen.
- Ein Leuchtmittel, das sich tauschen lässt. In vielen Leuchten ist die LED fix verbaut. Fällt sie aus, müssen Sie die ganze Leuchte ersetzen. Fragen Sie beim Kauf nach.
Eine Wandleuchte hält das Nachtkästchen frei und bekommt einen eigenen Anschluss in der Wand. Für eine Lampe auf dem Nachtkästchen braucht jede Bettseite eine eigene Steckdose. Eine Stehleuchte neben dem Bett geht auch, wenn sie so steht, dass Sie nachts nicht darüber stolpern. Wo das Bett stehen kann und wie viel Platz daneben bleibt, beschreiben wir im Beitrag Schlafzimmer planen und einrichten.
Indirekte Beleuchtung im Schlafzimmer
Bei indirektem Licht ist die Leuchte verdeckt und strahlt eine Fläche an, etwa die Decke oder die Wand hinter dem Bett. Im Schlafzimmer hat das zwei Vorteile: Sie blicken im Liegen in keine Lichtquelle, und weil das Licht über die Wände in den Raum kommt, vermeiden Sie Spiegelungen auf der Buchseite oder am Tablet.
Als modernes Grundlicht eignen sich Lichtvouten, also verdeckte Lichtlinien an der Decke. Solche Lichtlinien leuchten den Raum weich und diffus aus und lassen sich dimmen und per App steuern. Am Abend kann das Licht auch tiefer sitzen, etwa als LED-Streifen hinter dem Kopfteil des Bettes. Für eine romantische Stimmung dimmen Sie die Leselampen und lassen das indirekte Licht an der Wand brennen.
Licht im Kleiderschrank und am Spiegel
Im Kleiderschrank fehlt oft Licht, auch wenn die Deckenleuchte hell genug ist. Am Morgen merken Sie das, wenn Sie nicht sicher sind, ob die Hose dunkelblau oder schwarz ist.
Strahler an der Decke, etwa 50 bis 80 Zentimeter vor dem Kasten, bringen Licht hinein. Richten Sie sie so aus, dass sie bei offenen Türen ins Innere leuchten. Wo die Einlegeböden Schatten auf die unteren Fächer werfen, gehört das Licht ins Möbel selbst, am einfachsten als LED-Streifen mit geringer Leistung. Einen begehbaren Schrank aus dem CACCARO-Schranksystem planen wir zum Beispiel mit Glastüren und Licht in den Fächern. Um den Kasten selbst, von den Maßen bis zu den Fronten, geht es im Beitrag Kleiderschrank nach Maß.
Am Kasten und am Spiegel sollen Sie Farben gut unterscheiden können, und dafür zählt die Farbwiedergabe. Angegeben wird sie als Ra-Wert, und für diese beiden Stellen nehmen Sie Leuchten mit einem Wert über 90, der als sehr gut gilt. Den Spiegel beleuchten Sie am besten mit zwei Wandleuchten, einer links und einer rechts davon. So fällt kein Schatten ins Spiegelbild.
Schalter an der Tür und am Bett
Gibt es nur einen Schalter an der Tür, tappen Sie nach dem Ausschalten im Dunkeln zum Bett. Eine Wechselschaltung erspart Ihnen das: Sie schalten das Licht beim Hereinkommen an der Tür ein und vom Bett aus wieder aus. Damit sich alle Leuchten vom Bett aus schalten lassen, braucht es mehrere Schaltkreise. Die richtet ein Elektriker auch in einer bestehenden Installation ein.
Ob neben dem Bett Schalter und Wandleuchten sitzen sollen, entscheiden Sie am besten, bevor die Wände verputzt und ausgemalt sind. Danach bekommen Sie Leitungen nur noch mit viel Aufwand unter Putz. Deshalb zeichnen wir Steckdosen und Leuchten früh in den Plan ein. Mit je einem Auslass mehr an der Wand und an der Decke können Sie später noch eine Wandleuchte neben dem Bett oder Strahler vor dem Kasten anschließen. Die Installation überlassen Sie in jedem Fall einem Elektriker.
Welches Licht stört am Abend und in der Nacht?
Am Abend und in der Nacht stört helles Licht, weil es munter halten kann. Dimmen Sie das Licht im Schlafzimmer deshalb schon am Abend: Gedimmtes Licht zeigt dem Körper, dass die Nachtruhe nicht mehr fern ist. Zum Schlafen schalten Sie es ganz aus.
Auch das Licht von Bildschirmen kann die nächtliche Ruhe stören. Schalten Sie Handy, Laptop, Tablet und Fernseher deshalb schon eine Weile vor dem Zubettgehen aus.
Ein gut abgedunkelter Raum hilft beim Schlafen, und dafür brauchen Sie im Schlafzimmer passende Vorhänge. Die Stoffe suchen wir mit Ihnen in unserem Stoffraum im Showroom aus.
Wer nachts aufsteht, macht besser kein helles Licht an. Für den Weg aufs WC eignet sich ein sanftes Orientierungslicht, etwa eine kleine LED-Steckleuchte. Besonders praktisch sind dort Lampen mit Bewegungsmelder, weil sie von selbst angehen.
Häufige Fragen
Reicht eine Deckenleuchte im Schlafzimmer?
Eine Deckenleuchte gibt nur die Grundhelligkeit, die Sie zum Aufräumen und Anziehen brauchen. Zum Lesen im Bett braucht jede Seite eine eigene Lampe, die sich getrennt schalten lässt. Im Kleiderschrank reicht auch helles Deckenlicht oft nicht, um dunkle Farben zu unterscheiden.
Wie warm soll das Licht im Schlafzimmer sein?
Für das Schlafzimmer wählen Sie warmweißes Licht, weil es eher entspannend wirkt. Zur Orientierung: Warmweißes Licht, wie Sie es von der Glühlampe kennen, hat 2.700 bis 3.200 Kelvin. Am Abend dimmen Sie es zusätzlich. Dimmbare LED-Lampen tragen auf der Verpackung den Hinweis „dimmable“, und der Dimmer muss dazu passen.
Wie lässt sich das Licht vom Bett aus schalten?
Mit einer Wechsel- oder Mehrfachschaltung schalten Sie die Leuchten an der Tür und vom Bett aus. Dafür braucht es mehrere Schaltkreise, die ein Elektriker auch in einer bestehenden Installation einrichten kann. Ohne neue Leitungen lässt sich eine Lichtsteuerung per Funk oder WLAN leicht nachrüsten, etwa in einer Mietwohnung.
Welches Licht hilft beim Aufwachen?
Am Morgen hilft helles Licht beim Wachwerden, auch das Tageslicht. Ein Lichtwecker übernimmt das von selbst: 30 Minuten vor der eingestellten Weckzeit erhöht er nach und nach die Helligkeit im Raum und den Blauanteil im Licht. Auch Leuchten mit einstellbarer Lichtfarbe lassen sich morgens hell und kühl stellen.
Ob eine Leuchte blendet und wie ihr Licht gedimmt wirkt, sehen Sie am besten im Original. In unserem Showroom in der Marxergasse 22 in 1030 Wien sind viele Leuchten ausgestellt, und wir führen Leuchten von Marken wie KUNDALINI und CARPYEN.
Für eine genaue Lichtplanung setzen wir eine Planerin aus unserem Team ein. Montieren lassen wir die Leuchten von einem Partnerbetrieb. Das Licht gehört bei uns auch zur „Auffrischung“, zusammen mit Farbe und Textil.
Einen Beratungstermin im Showroom machen wir gern mit Ihnen aus. Dabei stellen wir Ihnen unser Sortiment an Leuchten vor, und das erste Gespräch ist kostenlos.
Beratungstermin im Showroom vereinbarenWohnfläche, Anzahl der Räume und gewünschter Umfang genügen. Unverbindlich, ohne Termin und mit denselben Zahlen, mit denen wir auch im Erstgespräch arbeiten.
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